Queer-Movies im Kino des Hallenbad – März bis Mai 2019

Kinoabend am 14.3.2019, 20 Uhr

Film: Girl

Lara ist 15 und will Balletttänzerin werden. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit ihrem Vater und ihrem Bruder nach Brüssel. Währenddessen versucht Lara noch einen zweiten Kampf zu gewinnen: Sie will sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Äußerlich ist sie bereits ein Mädchen, doch ihr Körper ist noch der eines Jungen. Ihr Vater unterstützt sie bei ihrem Vorhaben genau wie Psychologen und Ärzte. Doch der Leistungsdruck auf die junge Ballerina ist enorm
und das kräftezehrende Training zwingt Lara schließlich zur Selbstkasteiung, mit der sie wiederum ihre Operation aufs Spiel setzt. Girl wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. in Cannes mit der Caméra d’Or.

Kinoabend am 4.4.2019, 20 Uhr

Film: The Cakemaker 

Thomas, ein Konditor aus Berlin, hat eine Affäre mit Oren, einem verheirateten Mann aus Israel. Das Verhältnis endet jäh, als Oren tödlich verunglückt. Tief bestürzt reist Thomas nach Israel zu Orens Frau Anat und dem gemeinsamen Sohn und gewinnt nach und nach ihr Vertrauen. Schließlich steigt er in das koschere Café der Familie ein und hat mit seinem deutschen Kuchen großen Erfolg. Doch je tiefer Thomas in Orens ehemaliges Leben eintaucht, desto größer wird die Lüge, die zwischen ihm und Anat steht. The Cakemaker ist ein stiller, sensibler Film über eine deutsch-israelische Liebe jenseits der Geschlechtergrenzen.

Vortrags- und Kinoabend am 16.5.2019

Vortrag (19 Uhr):

“Schwule Fotzen?! – Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball”: Der Vortrag befasst sich mit der Problematik von Sexismus und Homophobie im Fußball. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen und Homosexuellen sowohl im Spieler*innen- als auch Fan-Kontext mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen und Abwertungen entgegenzuwirken, wird an diesem Abend herausgearbeitet.

(Antje Grabenhorst – Fan.Tastic Females, F_In – Frauen im Fußall & Fußballfans gegen Homophobie)

Film: Mario (ca. 20 Uhr)

Mario ist zum ersten Mal im Leben verliebt, so richtig verknallt. In Leon, den Neuen aus Deutschland. Der spielt zwar auch vorne im Sturm und könnte ihm sogar gefährlich werden, wenn es darum geht, wer in die Erste Mannschaft aufsteigen kann. Doch daran mag Mario jetzt nicht denken. Er will Leon spüren, riechen, in seiner Nähe sein. Das bleibt auch anderen im Klub nicht verborgen und schon bald machen erste Gerüchte die Runde. Mario sieht seine Karriere als Profi-Fußballer in Gefahr, will aber gleichzeitig Leon um keinen Preis verlieren. Er muss eine Entscheidung treffen.

Nach den preisgekrönten Filmen ROSIE und FÖGI IST EIN SAUHUND erzählt Marcel Gisler in seinem neusten Film eine Liebesgeschichte zwischen zwei Fußballern.

”Max Hubacher in der Hauptrolle spielt virtuos und empathisch.” Süddeutsche Zeitung

”Der Film zeigt die ganze Härte der Diskriminierungen, die Schwule im Fußball erleiden müssen. Aber er trägt bei zur Toleranz und Akzeptanz. Und er ist vielleicht ein weiterer kleiner Schritt auf einem langen Weg zur Normalität.” taz